
Klaviere aus der Belle Epoquehaben ein Lebensalter von 70 bis 100 Jahren. Damit ist auch bei sehr guten Klavieren die physikalische Grenze der Haltbarkeit erreicht. Jede einzelne Saite erzeugt eine Zuglast von zirka 700 Newton (das entspricht ca. 70 kg), so dass die Summe der Zuglasten aller Saiten über 16 to (16.000 kg) ausmacht. Diese Zuglast wird durch den Reibungswiderstand der Stimmwirbel gegenüber dem Stimmstock gehalten (siehe Skizze).
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| Ebenso wirkt sich die Resultierende dieser Zuglast auf die Wölbung des Resonanzbodens aus. Ist diese Wölbung nicht mehr vorhanden, so kann der Resonanzboden nicht mehr so schwingen wie er sollte, was sich selbstverständlich negativ auf den Klang auswirkt.
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Resonanzboden im Querschnitt (liegend) (die Masse sind beispielhaft)
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Dass natürlich auch der Zahn der Zeit an der Mechanik mit ihren vielen beweglichen Teilen sein Übriges getan hat, braucht man hier nicht gesondert zu vermerken.
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Unterdämpfungsmechanik der Firma Renner |
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Daher gibt für uns, für Klaviere aus dieser Epoche, nur eine akzeptable Lösung: wir bauen diese Klaviere, nachdem wir sie in ihre Einzelteile zerlegt haben, das Tonholz getrocknet haben, vollkommen neu wieder auf. Dies ist natürlich teurer als ein Billigklavier aus Fernost. Aber bei den, von uns ausgesuchten, Klavieren der Premium-Klasse lohnt sich dieser Aufwand in jedem Fall, was dann spätestens der Vergleich zwischen dem Fernost-Klavier und einem |
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