Der internationale Durchbruch kam 1967, als Guthrie auf dem Newport Folk Festival mit dem 18-minütigen Talking-Blues „Alice’s Restaurant Massacre“ Musikgeschichte schrieb: Die im Sprechgesang vorgetragene, bürokratie- und militärkritische Geschichte wurde später von Kultregisseur Arthur Penn als „Alice’s Restaurant“ verfilmt – mit Arlo in der Hauptrolle.
Dann kam Woodstock. Seine dort vorgetragene Fassung von „Amazing Grace“ und Bob Dylans „Walking Down the Line“ ließen Arlo für die Amerikaner zur Verkörperung des Woodstock-Mythos werden. „City of New Orleans“(1972) wurde durch ihn ein Welthit. 1992 wurde er für das Album „Woody’s 20 Grow Big Songs“ für einen Grammy nominiert.
In Siegen tritt der große „Storyteller“ zusammen mit dem deutschen Schauspieler und Folksänger Wenzel auf. Arlos Schwester Nora Guthrie hatte den Berliner vor einigen Jahren nach New York eingeladen, damit er Texte ihres Vaters Woody ins Deutsche übersetzte und unveröffentlichte Texte neu vertonte.
In Nashville traf Wenzel zum ersten
Mal Arlo Guthrie. Spontan entstand die Idee, gemeinsam auf
die Bühne zu gehen. 2006 wurde auf der Wartburg ein
atmosphärisch großartiger Auftritt der beiden Barden
mitgeschnitten – und jetzt auf CD veröffentlicht.
Wenzel erhielt zahlreiche Schallplattenpreise und 1995 den
Deutschen Kabarettpreis. Seine Übersetzungen und
Interpretationen des Werks von Woody Guthrie bescherten ihm
im Jahr 2002 außerdem den Deutschen Kleinkunstpreis.